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... und lieben - Deine Stadt!

M55 1950

Das M55 ist ein Gebäude im weitläufigen Komplex der Adam Opel GmbH. Ehemals das große Motoren- und Getriebewerk. Erbaut in einer Zeit, in der man die systematischen Gebäudebezeichnungen aus Zahlen und Buchstabenkombinationen noch voller Stolz als Leuchtreklame an der Fassade anbrachte.

Der große, stolze 75.000 qm einnehmende Stahl-Skelettbau, eingebettet in rotem Backsteindesign, ist heute weitgehend leergeräumt. Nur die architektonische Anlage zeugt noch von der imensen Betriebsamkeit, die hier einmal geherrscht haben muss.
Die Halle ist im Zuge einer Produktionserweiterung mit weiteren Gebäudekomplexen des Adam- Opel-Werkes um 1956 entstanden. Zu Zeiten produktiver Aktivität beherbergte das Motorenwerk 55 Transfer-Maschinenstrassen und 1.175 Einzelmaschinen. In zwei Schichten mit jeweils 1.000 Arbeitern, konnten in dieser Halle bis zu 1.800 Motoren und Getriebe pro Tag hergestellt werden.
Über Transferstrasse durchlief der Motor seinen Montageprozess. Dabei waren die Arbeitsgänge möglichst stark unterteilt und mechanisiert, so dass eine reibungslose Kooperation von Monteur und Maschine gewährleistet war. Anschließend wurde der Motorblock in einem speziellen Hochdruck-Heißöl-Spülverfahren "eingefahren", bevor ihn ein Zentralrelais in die restliche Produktionsfolge weiterleitetete . Nach Probelauf und ausführlichen Kontroll- bzw. Einstellarbeiten konnte der Motor dann zum Werk K40 befördert werden .

M55 1960

Das M55 ist Namensgeber für unser Lifestyle- und Satiremagazin und begleitet seit über 10 Jahren das Geschehen in der Geburtsstadt Adam Opels.

Eine Stadt, die immer mehr junge Leute verlassen, und wo der Braindrain immer deutlicher zu spüren ist. Trotz alledem ist Rüsselsheim für uns spannend, voller Historie und letzenendes in seinen unmotivierten und inkompetenten Versuchen der Entwicklung entgegenzusteuern, auch äußerst unterhaltsam.

Opinionleader sehen Rüsselsheim kritisch aber nicht ablehnend.

Das M55 hat aus dieser Haltung und dem Komplex »Motorcity« eine Marke entwickelt. Polarisierend hebt es sich vom Einerlei der Tageszeitungen und belangloser Internetpublikationen ab und ist seit 1999 Gesprächsthema.